Der Februar hat für mich immer etwas Besonderes: Er ist kurz, manchmal noch winterlich kühl und dennoch schimmert schon das Licht des Frühlings durch.
Ich spüre die Vorfreude auf längere Tage, frische Tulpen auf dem Küchentisch und kleine Alltagsmomente, in denen Leichtigkeit plötzlich ganz greifbar wird. Genau jetzt möchte ich innehalten und mir selbst einen liebevollen Kompass schenken — meine Not-to-do-Liste für Februar.
Sie ist mein stilles Versprechen an mich selbst:
- mehr Freude
- mehr Gelassenheit
- weniger Hetze.
Nicht, was ich tun will steht im Mittelpunkt, sondern was ich nicht mehr tun möchte.
Warum eine Not-to-do-Liste so befreiend ist
Ich kenne das so gut: Tage, die sich füllen, ohne dass ich eigentlich weiß womit. Stunden, die dahinrieseln zwischen E-Mails, Social Media und „Nur-noch-eben“-Aufgaben. Danach bleibt ein schales Gefühl zurück — wie nach zu viel Zucker.
Darum schreibe ich heute mit meinem Lieblingsstift in mein schön gestaltetes Notizbuch — mein Journal, das mich durch das Jahr begleitet — die Dinge auf, die ich im Februar nicht mehr möchte.
Das Schreiben selbst ist wie ein stilles Ritual: Dabei lege ich Ballast ab.
Ich spüre, wie mir dieses bewusste Hinschauen gut tut. Es ist eine kleine Bestandsaufnahme meiner Muster, meiner Ablenkungen und meiner kleinen Selbstüberforderungen. Und gleichzeitig ein Tor zu mehr Selbstfürsorge.



Ich will nicht mehr „funktionieren“ statt fühlen
Zu oft war ich in den letzten Wochen im Funktionsmodus. Ich habe To-do-Listen abgehakt, Deadlines eingehalten, Meetings vorbereitet – alles effizient, aber auch irgendwie leer.
Im Februar möchte ich mich daran erinnern, dass ich keine Maschine bin. Ich darf innehalten. Ich darf morgens länger im Bett liegen bleiben, tief durchatmen und den Tag sanft beginnen.
Vielleicht mit einer Runde autogenem Training oder progressiver Muskelentspannung, um mich neu mit meinem Körper zu verbinden. Das ist mein erster Punkt auf der Not-to-do-Liste: Ich will nicht mehr durchhalten, wenn mein Inneres eigentlich nach Pause ruft.
Ich will nicht mehr alles gleichzeitig machen
Multitasking fühlt sich manchmal nach Macht an – bis es mich leer zurücklässt. Ich kenne diese Tage: nebenbei E-Mails beantworten, Podcast hören, während ich eigentlich an einem Text schreiben möchte.
In diesem Februar übe ich mich in Monotasking: eine Sache nach der anderen, mit vollem Herzen.
Dabei hilft mir mein Journal. Jeden Morgen schreibe ich auf, was wirklich wichtig ist, und lasse den Rest liebevoll ziehen.
Ich entdecke das befreiende Gefühl, eine Aufgabe bewusst abzuschließen – so wie den Moment, wenn nach dem Winter die ersten Tulpenknospen aufblühen.
Ich will nicht mehr von Event zu Event rennen
Februar ist auch Karnevalszeit – bunt, laut, fröhlich. Ich liebe den Spaß, die Farben, die Leichtigkeit und dennoch verliere ich mich manchmal in zu vielen Terminen.
Dieses Jahr möchte ich achtsam feiern: lachen, tanzen, die Freude genießen – aber ohne Stress. Vielleicht schaue ich mit einem Umzug im Fernsehen an, vielleicht ziehe ich mich mit Freunden zum Lachen ins Wohnzimmer zurück.
Hauptsache, mein Herz fühlt sich leicht an.
Karneval erinnert mich daran, dass Freude nicht immer laut sein muss. Manchmal ist sie eine sanfte Melodie im Inneren.
Ich will nicht mehr überorganisieren
Ich plane gern. Aber manchmal raubt mir das Planen die Magie des Moments. Also steht auf meiner Februar-Liste: weniger Kontrolle, mehr Vertrauen. Gerne möchte ich dir dazu meinen Beitrag Räume deinen Schreibtisch auf Tag – mit 12 Tipps für Klarheit und Flow. Ich übe, Dinge entstehen zu lassen – so wie der Frühling seine Knospen öffnet, ohne Kalendererinnerung. Ich will mich überraschen lassen, was passiert, wenn ich dem Leben wieder mehr Raum gebe.
Ein spontaner Spaziergang durch den Park, der Duft von Erde, die ersten Tulpen – das sind die Momente, in denen ich auftanke.
Ich will mich nicht mehr für meine Bedürfnisse schämen
„Ich brauche Ruhe.“ „Ich will allein sein.“ „Ich bin heute nicht so offen.“ – Diese Sätze haben früher oft Schuldgefühle ausgelöst. Aber jetzt nicht mehr. Februar ist mein Monat der sanften Grenzen. Ich lerne, mich auszusprechen, ehrlich zu sein, mich zu spüren. Selbstfürsorge ist keine Schwäche.
Wenn ich meine Energie halte, kann ich echte Freude empfinden – tief, still und klar.
Ich will nicht mehr warten, bis alles perfekt ist
Wie oft habe ich Dinge verschoben, weil der Moment „noch nicht ganz richtig“ war? Im Februar fange ich an, bevor ich bereit bin. Ich schreibe, auch wenn der Text noch holpert. Ich gehe schwimmen, auch wenn das Wasser kalt ist. Ich lebe jetzt – nicht später.
Die Perfektion darf draußen bleiben, die Freude darf einziehen.
Ich will nicht mehr in Gedanken beim Morgen sein
Ich bemerke, wie mich Gedanken an das, was noch kommt, oft aus dem Jetzt reißen. Stattdessen übe ich mich in Präsenz. Beim autogenen Training fühle ich den Boden unter mir, beim Journaling den warmen Stift in meiner Hand. Mein Atem wird ruhiger, mein Geist klarer.
Vielleicht ist das das größte Geschenk des Februars: das Jetzt zu spüren, leise und kraftvoll zugleich.
Meine gewonnenen Stunden: Zeit für mich
Wenn ich all diese Dinge bewusst nicht tue, entsteht Raum.
Raum für kleine Glücksmomente:
- Für einen Spaziergang, auch wenn’s nur 10 Grad hat.
- Für das Gefühl warmer Haut nach dem Schwimmen.
- Für eine Tasse Kaffee oder Tee mit jemandem, der mir wichtig ist.
- Für das Schreiben in meinem Notizbuch – sanft begleitet von Gedanken, die aus dem Herzen kommen.
Mein Februargefühl: Frühling im Herzen
Ich stelle mir vor, wie die Tage heller werden, mein Kalender leichter, mein Lächeln breiter. Ich fühle mich verbunden – mit mir, mit dem Leben, mit der Freude.
Die Not-to-do-Liste ist keine Liste des Verzichts, sondern eine Einladung. Eine Einladung zu mehr Bewusstsein, Leichtigkeit und echtem Sein.
So gehe ich durch den Februar: mit frischen Tulpen auf dem Tisch, Gelassenheit im Herzen und der stillen Freude, dass Nichtstun manchmal das Schönste überhaupt sein kann.
Herzlichst deine Kathy


